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Rex-Club W 664
Am 21. Juni 2008 trafen sich die Mitglieder des Rex - Club zur Tierbesprechung bei Clubfreund Arnold Straubhaar in Hille - Eickhorst. Unser Zuchtwart, Clubfreund Hans-Joachim Knillmann, stellte den Anwesenden die Rassen Chin - Rex und Schwarz - Rex vor. Dazu hatten die Clubfreunde Harry Fromberg (Chin - Rex) und Helmut Wilms (Schwarz - Rex) Tiere aus ihrer Zucht mitgebracht.
Hier die Rassevorträge:
Rex - Club W 664
-Zuchtwart -
Rassebesprechung : Chin- und Schwarz-Rex am 21. 06. 2008 in Eickhorst.
Heute wollen wir zwei Rex-Rassen besprechen die von Züchtern durch Einkreuzung mit Normalhaar-Kaninchen entstanden sind.
Der große Genetiker Heinrich Nachtsheim hat uns für jede Rasse eine Erbformel hinterlassen die noch heute für jeden ernsthaften Züchter eine bedeutende Gültigkeit haben sollte.
Für die Chin-Rex; e a chin BCDG rex
für die Schwarz-Rex;e ABCD g rex
Nun zu den beiden Rassen im Detail:
Bei den Chin-Rexen ist: auffällig, dass die Erbformel mit einem kleingeschriebenen a beginnt, was auf den Albinofaktor hinweist, hier Halbalbino.
Das Chinchilla-Kaninchen ist kein Vollalbino, was durch die klein geschriebenen Buchstaben chin ausgedrückt wird.
Halbalbino sind Tiere den durch Mutation die Bildung von Pigment - Farbstoff zum Teil entzogen ist. Hier in unserem Beispiel bezieht es sich nur auf das gelbe Pigment, das Phäomelanine.
Das Eumelanine - Pigment für Schwarz bleibt unberührt.
1925 gelangten die ersten Rex-Kaninchen durch Prof. Kobler nach Deutschland. Damals wurde bis zu 800 Reichsmark für ein Tier gezahlt, dass war kurz nach der Inflation.
Wie es genau zu dieser Rasse gekommen ist wurde nicht überliefert Auf jeden Fall wurden Castor-Rex mit Chinchilla, normalhaarig gekreuzt.
Ob Groß- oder Klein-Chin verwendet wurden weiß heute niemand mehr genau. Ich vermute es waren Groß-Chin, weil man doch ein möglichst großes Fell haben wollte.
Auch ist bekannt, dass es damals keine direkte Trennung zwischen Groß- und Klein-Chin gab.
Betrachtet man so manchen Chin-Rex, weist die Körperform ähnliche Mängel wie bei den Groß-Chin auf. Hätte man damals Klein-Chin, der heutiger Qualität verwendet, wären unsere Chin-Rexe vermutlich deutlich gedrungener, die Ohren wären kürzer und die Brust breiter. Das Bestreben war damals wohl ein Rex-Fell mit der Deckfarbe und Beraupung der Chinchilla-Hörnchen züchten zu wollen. Erwiesen ist, dass durch den Chin-Faktor die Gelbtönung der Wildfarbe ausgeschaltet ist und als weiß erscheint.
Die Deckfarbe wird mit aschgrau bezeichnet. Die Grannenspitzen bilden eine flockige Schattierung die aber auf dem Rex-Fell, wegen der kurzen Granne, nicht sehr deutlich in Erscheinung tritt und die Decke etwas dunkel erscheinen lässt.
Brust und Vorderläufe sollen der Deckfarbe angepasst sein. Die Ohren sind schwarz umrandet, im Genick ist ein kleiner aschgrauer Keil. Die Bauchfarbe ist weiß, ein Hinweis auf die Wildfarbigkeit. Die Blumenunterseite ist auch weiß, die Oberseite ist schwarz mit einer Sprenkelung.
Binden auf den Vorderläufen, gelber Anflug auf der Decke, insbesondere an den Schenkeln und fehlende Sprenkelung auf der Blume sind die am häufigsten auftretenden Fehler.
Die sich oft deutlich hell abhebende helle Brust von der dunkleren Decke wird selten bei der Bewertung kritisiert, dennoch tut der Züchter gut, sie nicht außer acht zulassen.
Die Zwischenfarbe ist weiß, etwa ein 1/4 der Haarlänge. Was beim Rex, hervorgerufen durch die dunklere Decke, sehr gut in Erscheinung tritt. Nach unten geht diese deutlich abgegrenzt in die dunkelblaue Unterfarbe über, die auch den Bauch einschließt.
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Der Schwarz-Rex hat die gleich Erbformel wie das Alaska-Kaninchen ABCDg- mit dem Zusatz rex für die Kurzhaarigkeit..
Wenn ihr gut zugehört habt, werdet ihr schon in der Erbformel die beiden gravierende Unterschiede bemerkt haben.
Beim Schwarz-Rex ist das A groß geschrieben, was besagt, dass es sich um ein vollpigmentiertes Tier handelt, ohne Anlage zum Teil- oder Halbalbino. Das g ist kleingeschrieben, ein Hinweis auf keinen Wild-Faktor.
Zur Größe dieser Rasse ist wie allgemein bekannt die Angabe für alle Rex-Rassen, ein Gewicht von 2,5 bis 4,5 Kg. Das Gleiche ist auch zum Fell zusagen
In Pos.2 sind Kopf und Ohren herausgenommen. Diese werden in Pos. 4 bewertet, wie bei allen einfarbigen Rassen üblich.
Kopf - und Ohren sollen mit der Größe und Körperform harmonieren.
Liest man die Beschreibung der Deckfarbe stößt man auf eine genetische Ungereimtheit.
Sie wird glänzend-tiefschwarz gefordert. Tiefschwarz ist machbar aber glänzend, ist bei Kurzhaarigkeit fasst unmöglich. Denn der Glanz wird im Grannenhaar gebildet, also werden die Schwarz-Rexe sich deutlich von dem Alaska-Kaninchen unterscheiden.
Betrachtet man die Schwarz-Rexe genauer, sieht man mehr Ähnlichkeit mit dem Schwarzen-Wiener als dem Alaska.
Geht man von der Größe aus, erscheint es auch hier als sinnvoll dass der Herauszüchter eine Anleihe beim Wiener-Kaninchen und nicht beim Alaska genommen hat. Leider ist auch hier näheres nicht belegt
Bei der Entstehung so mancher Kaninchen-Rassen ist immer im Verborgenen experimentiert worden. Selten sind irgendwelche Hinweise hinterlassen worden.
Die Unterfarbe soll dunkelblau, der Decke entsprechend, angepasst sein. Fehlerhaft sind alle Abweichungen in der Farbe, klassifiziert von leicht bis schwer.
An den Vortrag unseres Zuchtwarts schloss sich ein reger Erfahrungsaustausch an.
Auf der nächsten Clubversammlung im August (der genaue Termin wird noch bekannt gegeben) wird die geplante Clubschau im September im Mittelpunkt stehen. Der gelungene Nachmittag endete mit einem Grillfest.





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